Interview mit Ifeanyi Ogbonna (Flüchtlingshelfer im Netzwerk Asyl Straubenhardt)

Liebe ist das, was alle vereint

Ich sehe in Martin Luther eine Person, die für ihren Glauben gekämpft hat und die eine Einheit aller Christen im Glauben an Gott schaffen wollte. Martin Luther war ein Mann der Unversehrtheit, der Integrität. Ein Mann, der Glauben hatte an Gottes Wort und an das Gute.

Über Luther habe ich erstmals in meiner Heimat in Afrika erfahren. Damals habe ich mich aber nicht intensiv mit seinem Wirken beschäftigt. Erst später habe ich mich mit ihm und seiner Reformation befasst und bin vor allem durch seine Bibelübersetzung auf ihn aufmerksam geworden.

Als Martin Luther der heutigen Zeit würde ich die Menschen wieder zurück zur Liebe führen. Liebe ist der Schlüssel. Liebe ist das, was alle vereint und das, was uns alles überwinden lässt. Das ist auch eine Botschaft Luthers. Wir sind eine Einheit und sollten diese beschützen. Wir Christen glauben, dass der Sinn unserer Existenz in der Bedeutung der Liebe liegt. Wir leben, um einander zu lieben. Die Kirche vereint diese Botschaft und bildet unsere Familie.

Eine Reformation der Kirche ist ein guter Weg, dem Wort Gottes in der heutigen Zeit zu folgen. Wir müssen für die Wahrheit stehen, auch wenn diese unangenehm ist. Die Wahrheit hat immer einen bitteren Beigeschmack. Die Worte Gottes zeigen uns den Weg. Wir Menschen müssen uns in Liebe vereinen, eine Einheit bilden und die Liebe als Schlüssel zu allem Guten verstehen. Wir Christen müssen uns gegenseitig wachrütteln und für diese Einheit der Kirche kämpfen. Wir müssen alle auf diesen Weg bringen und dürfen dabei niemanden vergessen.

 

Ifeanyi Ogbonna, genannt Solomon. Geboren am 23.04.1961 in Agban, Nigeria. Der gelernte Kühlanlagentechniker ist seit über 10 Jahren in Deutschland. Momentan wartet er noch auf den Ausgang seines Asylverfahrens in Deutschland. Er ist ehrenamtlich in der Evangelischen Kirchengemeinde Conweiler aktiv und als Flüchtlingshelfer im Netzwerk Asyl Straubenhardt tätig.

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