Interview mit Julian Adam (Diakon an der neuapostolischen Kirche)

Christsein miteinander leben

 

Mit Martin Luther verbinde ich die Reformation und die 95 Thesen. Er hat den Weg geebnet, damit Kirche sich reformiert und damit sich das Bewusstsein von Verantwortlichen in Bezug auf Glaube und Gottesbeziehung ändert. Zusammengefasst verbinde ich mit Luther eine wichtige Person, durch welche Gott es geschafft hat, Veränderungen herbeizuführen. Kirche ist für den Glauben wichtig, wird aber durch den Menschen „betrieben“. Dadurch können nicht gottgewollte Entwicklungen entstehen. Die hat Martin Luther erkannt und auf den Weg gebracht, dass sich wichtige Grundsätze zum Positiven verändern.

Persönlich verbinde ich mit Luther die christlichen Inhalte. Das heißt, wahres Christsein zeigt sich nicht nur in Wort und Kirchgang, sondern auch und das ganz besonders, im Wesen und in der Tat. Darüber hinaus habe ich zu ihm einen Bezug über die Musik. So spielen wir zum Beispiel das Lied „Ein feste Burg ist unser Gott“ in unserem Quintett.

In der heutigen Zeit würde ich als Martin Luther anstreben, dass wir uns nicht mehr über Besser und Schlechter, Richtig oder Falsch unterhalten, was Kirche oder Konfession betrifft. Schlussendlich obliegt diese Entscheidung Gott. Es muss aber auch nicht alles vereinheitlicht werden. Die Kirche Christi besteht eben aus vielen verschiedenen Kirchen. Wir sollen uns mehr über die Gemeinsamkeiten unterhalten und diese auch leben. Das wäre nicht unbedingt eine Reformation, sondern ein Startschuss, um das Christsein miteinander mehr zu leben. Begeisterung für den christlichen Glauben leben und hinaustragen kann unglaublich viel Spaß machen und interessant sein und soll nicht in Christenkirchgang und Langeweile enden.

 

Julian Adam kommt aus Straubenhardt-Conweiler und studiert im zweiten Mastersemester Pädagogik mit Schwerpunkt Berufspädagogik. Ehrenamtlich ist er in der neuapostolischen Kirche als Diakon tätig und leitet das Blechbläserquintett der neuapostolischen Kirchengemeinde.

 

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