Interview mit Kurt Reich (Leiter des „Christliches Jugenddorfwerk Deutschland e.V. (CJD)“ in Nagold)

Wir gehören zusammen

 

Martin Luther hat einen sehr interessanten und wichtigen Bruch mit seiner Reformation erreicht. Durch ihn fand eine Kehrtwende in der Einstellung zur damaligen katholischen Kirche statt. Diese legte nämlich ihren Fokus auf das Priesteramt. Der Priester war der Mittler zwischen Gott und den Menschen. Martin Luther jedoch sprach vom Priesteramt des Menschen, d.h. wir selbst üben dieses Amt aus und können ohne einen Vermittler mit Gott in Kontakt treten. Mit dieser Ansicht veränderte er den zuvor institutionalisierten Glauben hin zu einem persönlichen Glauben.

„Glaube ist Gnade“, das ist eine der Lehren, die wir Martin Luther zu verdanken haben. Das bedeutet, dass wir Menschen den Glauben nicht erzwingen können, sondern ihn durch Gottes Gnade erfahren, indem er sich uns offenbart.

Martin Luther wollte die damalige katholische Kirche reformieren, jedoch wollte er die Einheit der Kirche nicht auflösen. Deshalb sollten wir das Reformationsjahr nutzen um die beiden Kirchen wieder zu vereinen, denn wir gehören zusammen, wir sind der Leib Christi. Ein Leib mit vielen Gliedern, so wie es im Neuen Testament steht.

 

Kurt Reich leitet die Einrichtung „Christliches Jugenddorfwerk Deutschlands e.V. (CJD)“ in Nagold. Zudem ist er ehrenamtlich als erster Vorsitzender des CVJM Emmingen/Pfrondorf e.V., in der Kommunalpolitik als Vorsitzender der CDU in Nagold sowie im Kreis- und Landesvorstand des Evangelischen Arbeitskreises der CDU in Baden-Württemberg tätig.

 

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen