Interview mit Jonas Bretschneider (Schüler des Hermann-Hesse Gymnasiums in Calw)

Die Werte des Glaubens

 

Von der Person Martin Luther bin ich sehr beeindruckt. Ich finde es sehr mutig, wie sehr er für seine Ideale eingestanden ist und was er dafür auf sich genommen hat. Obwohl ich von mir selbst behaupten würde, Christ zu sein, glaube ich, dass ich nicht so sehr für meinen Glauben kämpfen würde, wie es Luther damals tat. Luther hat sein ganzes Leben dem Glauben gewidmet und erinnerte die Menschen stets daran, die Lehre der Bibel in ihr alltägliches Leben zu integrieren. Jedoch denke ich, dass die Kirche Gefahr läuft, diese Werte zu verdrängen.

Die Kirche konzentriert sich meiner Meinung nach zu sehr auf diakonische Maßnahmen und lässt die Lehre vom Kreuz dabei zum Teil unbeachtet. Natürlich ist es richtig, sich für die Allgemeinheit ehrenamtlich durch soziale Dienste einzusetzen – das verlangt auch das Dasein als Christ. Dennoch habe ich den Eindruck, dass die Werte unseres Glaubens nicht mehr so präsent sind, wie sie es einmal waren. Im Hinblick auf junge Menschen würde ich mir wünschen, dass die Kirche ihr System überdenkt und vor allem Gottesdienste auch unserer Generation anpasst. Ich habe erlebt, dass beispielsweise Musik ein guter Weg sein kann, junge Menschen zu bewegen. Wenn die Kirche aus ihren alten Mustern ausbrechen und die Gottesdienste lockerer und lebendiger gestalten würde, wären Jugendliche eher an der Kirche und am Glauben interessiert.

 

Jonas Bretschneider ist Schüler des Hermann-Hesse-Gymnasiums Calw. Seine Kindheit hat er in Berlin verbracht. Seine Zukunft hat er schon genau geplant – nach dem Abitur geht es für ihn nach Köln, um dort ein Studium in Public Management aufzunehmen.

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