Interview mit Dr. Ellen Riedl (Ärztin im Bezirkskrankenhaus Nagold)

Eine bewegende Entdeckung

 

Martin Luther machte für sich persönlich eine große Entdeckung. Als Mönch während seines Studiums bemerkte er, dass er einen gnädigen Gott hat. Diese Erkenntnis hatte für ihn eine sehr tiefe Bedeutung. So merkte er, dass sie auch für seine Mitmenschen relevant und wichtig ist, und wollte das den anderen mitteilen. Durch diese Entdeckung erlaubte er sich, sein Denken und sein Weltbild auf den Kopf zu stellen.

 

Auch mich bewegt diese Entdeckung zutiefst. Dadurch fühle auch ich mich ermutigt, sozusagen zuzulassen, dass dieser gnädige Gott mein Denken auf den Kopf stellen darf.

 

Martin Luther definierte die vier Soli: allein durch Glauben, allein Christus, allein die Schrift und allein durch Gnade. Wenn ich in der heutigen Zeit Martin Luther wäre, so würde ich die vier Soli wieder in den Vordergrund stellen.

 

„Man muss den Menschen wieder aufs Maul schauen. Kirche sollte gerade in der heutigen Zeit die Sorgen, Nöte und Bedürfnisse der  Menschen wahrnehmen und sie mit diesem gnädigen Gott bekannt machen. Ich persönlich entdecke wieder ganz neu Glaube, Gnade, Christus und die Schrift.“

 

Dr. Ellen Riedl wohnt in Rohrdorf und arbeitet als Ärztin im Krankenhaus Nagold. Sie ist die erste Vorsitzende des evangelischen Bezirksjugendwerks in Nagold.

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