Interview mit Andrea Steininger (technische Zeichnerin in Calw)

Dankbar für das Alltägliche

Was ich zuerst mit Martin Luther verbinde, ist natürlich seine Rolle als Reformator. Er ist ein Mann, der die Kirche hinterfragt hat. Er ist für seine Überzeugungen eingestanden. Daher verbinde ich mit seiner Person grundsätzlich positive Entwicklungen.

Hätte ich die Macht, eine erneute Reformation anstoßen zu können, würde ich mir mehr Einsatz seitens der Kirche wünschen. Sie sollte sich für ein gemeinsames Denken und Handeln einsetzen. Gerade in der heutigen Zeit fände ich es wichtig, dass sie in der Flüchtlingspolitik mitmischen würde. Sie könnte bestimmt dazu beitragen, dass gerade solche politischen Diskussionen offen gehalten werden.

Eine weitere Veränderung wünsche ich mir im Hinblick auf jeden einzelnen Menschen selbst: Wir sollten mehr dafür dankbar sein, was wir alltäglich erleben. Es sind Kleinigkeiten, die uns zum Glück verhelfen – ein Lächeln oder eine andere kleine Geste.

 

Andrea Steininger ist technische Zeichnerin und wohnt mit ihrer Familie in Calw. Sie wurde spontan nach der Nachmittags-Akademie im Haus der Kirche zu Luther und seinem Wirken befragt.

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