Interview mit Saskia Esken (Bundestagsabgeordnete der SPD)

Respekt vor der Vielfalt

 

Martin Luther hat Auseinandersetzungen mit Bibeltexten, theologischen und ethischen Fragen bzw. Diskussionen der breiten Bevölkerung bereitgestellt. Diese waren jahrhundertelang einer Elite vorbehalten, da die Texte nur in lateinischer Sprache zugänglich waren.

Im Bundestag bin ich für die Digitale Bildung zuständig, unter anderem für das Thema „Open Access“. Unter „Open Access“ – freier Zugang – versteht man die Bereitstellung von Ergebnissen aus der Wissenschaft für die Öffentlichkeit. So wie Luther zu seiner Zeit der Bevölkerung Wissen zur Verfügung gestellt hat.

Die Kirche als Institution hat bereits durch die Person Luthers, aber auch durch die Entwicklungen der letzten Jahrhunderte eine starke Öffnung vollzogen und hat der Ökumene den interreligiösen Dialog ermöglicht. In Bezug auf die Politik sieht man, dass der Dialog, beispielsweise auf Kirchentagen und ähnlichen Veranstaltungen, immer wieder sehr wertvoll und befruchtend für beide Seiten ist. Hin zu mehr Toleranz und Ablehnung jeglicher Diskriminierung, die sich daraus ergibt, dass wir voreinander und vor der Vielfalt und Verschiedenheit der Menschen den größtmöglichen Respekt haben.

 

 

Saskia Esken ist seit 2013 Bundestagsabgeordnete und in den Ausschüssen Bildung, Forschung, Technikfolgenabschätzung und digitale Agenda tätig. Bereits als junge Frau war sie politisch sehr engagiert. Sie ist langjähriges Mitglied der SPD. Als stellvertretende Vorsitzende des Landeselternbeirats befasste sie sich auch schon ehrenamtlich mit Bildungspolitik.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen