Interview mit Sabine Holzmann (Kinderkrankenschwester, Gemeinnützige Werkstätten und Wohnstätten GmbH)

Gleiche Chancen für alle

 

Mit Martin Luther verbinde ich in erster Linie die Loyalität, Treue und Liebe zu Gott. Luther war treu im Glauben und ist gegen die soziale Ungerechtigkeit vorgegangen. Zudem hat er durch seine Bibelübersetzung dafür gesorgt, dass die Bibel für jeden zugänglich und lesbar ist.

Persönlich habe ich zwar keine Verbindung zu Martin Luther, aber natürlich betrifft die Spaltung der Kirche auch mich.

Wäre ich der Martin Luther der heutigen Zeit, würde ich für die Gleichberechtigung kämpfen. Das soziale Gefüge bricht immer mehr auseinander, die Schere zwischen Arm und Reich wird immer größer. Ich bin mir sicher, dass Martin Luther darauf achten würde, dass jeder Mensch die gleichen Chancen im Leben bekommt. Er würde dafür sorgen, dass jedes Kind genug zu essen hat. Seine Lehre über den Ablasshandel ist für uns Menschen bis heute noch wichtig. Luther hat erkannt, dass sich niemand von seinen Sünden freikaufen kann. Das finde ich für die heutige Zeit besonders wichtig.

 

 

Sabine Holzmann ist gelernte Kinderkrankenschwester. Seit 16 Jahren arbeitet sie in der Gemeinnützigen Werkstätten und Wohnstätten GmbH (GWW), seit 10 Jahren in der dortigen Schilderstelle. Die GWW bietet unterschiedliche Angebote zu Bildung, Förderung, Arbeiten und Wohnen für Menschen mit Behinderungen oder seelischer Erkrankung. Frau Holzmann engagiert sich zudem im Werkstattrat und vertritt dabei die Belange von Menschen mit Behinderungen.

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