Interview mit Andreas Diller (studierter Theologe und Religionslehrer)

Alte Botschaft in neuer Sprache

 

Luther war für mich eine der prägendsten theologischen Persönlichkeiten während meines Studiums. Meiner Meinung nach ist Martin Luther unheimlich vielschichtig: Er vertrat offen seine Position, erreichte mit seiner Reformation die Rückbesinnung auf Jesus Christus als Mittelpunkt der christlichen Botschaft. Durch seine Übersetzung und Interpretation der Bibel konnten die Menschen sich mit ihrem Glauben auseinandersetzen.

Reformieren bedeutet für mich nicht, Neuerungen abzulehnen, sondern sich immer wieder Gedanken über das Wesentliche, das Zentrale im Glauben und der Kirche zu machen. Für Martin Luther war Jesus Christus, so wie er im Neuen Testament überliefert wurde, vor allem in den Schriften von Paulus, das Wesentliche.

Als Reformator wäre für mich die Verkündigung der Botschaft bedeutend. Luther benutzte beispielsweise die Melodie von Kneipenliedern. Deshalb sollte die Kirche modern sein und das Zentrale im Auge haben.

 

Andreas Diller ist studierter Theologe und hat zunächst sein Vikariat sowie Pfarrvikariat absolviert. Seit über 20 Jahren ist er unter anderem als Religionslehrer tätig. Zusätzlich ist er ehrenamtlich in der Gemeinde tätig. Da eines seiner Kinder das Down-Syndrom hat, engagiert sich Herr Diller in seiner Freizeit für Integration und Inklusion.

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